Töpfern

Projektbericht - Töpfern in der Volksschulgruppe 

 

Projektbeschreibung

T__pfern3Zur Zeit des Projektes mit Frau Nepo - Stieldorf besuchten  4 Schüler/innen im Alter von 6 bis 9 Jahren unsere Klasse.

Sie erwarteten Frau Nepo - Stieldorf mit großer Spannung, da sie nicht genau wussten, was sie erwartete, doch wie gewöhnlich war auch hier die Abweichung vom Schulalltag äußerst willkommen.

Nach der Ankunft der Künstlerin zeigte sich unser jüngster Schüler äußerst schüchtern und wollte plötzlich nicht mehr mitmachen, doch Frau Nepo - Stieldorf verstand es mit großem Einfühlungsvermögen, ihn zu überzeugen, dass er es doch wenigstens probieren sollte. Zunächst machte die Künstlerin die Kinder mit dem Material vertraut, beschrieb die Eigenschaften des Tons , erklärte ihnen den Umgang mit demselben  und zeigte ihnen bereits fertige Arbeiten. Neben herkömmlichem Ton hatte Frau Nepo - Stieldorf auch schwarzen und roten Ton mitgebracht, denen diese Farben im Rohzustand gar nicht anzusehen waren, doch auf den gebrannten Kunstwerken konnten die Kinder erkennen, dass sich die Farben nach dem Brennen wie beschrieben  entwickeln würden.

Nun wurden die Arbeitsplätze der Schüler/innen vorbereitet, wobei ein feuchtes, geschirrtuchgroßes Stoffstück die Unterlage bildete. Jedes Kind bekam ein Stück des „normalen“ Tons zum Arbeiten.

Jetzt konnte das kreative Schaffen beginnen: Aus dem Ton wurden Würste geformt, die hernach auf dem Stoff behutsam mit den Fingern flachgedrückt wurden. Eine „Wurst“ wurde an die andere gereiht, wobei sich die Kanten derselben leicht überschneiden mussten, damit sie sich letztendlich zu einer geschlossenen Fläche formieren konnten. Was uns allen neu war ist, dass man Ton nicht zu grob bearbeiten darf, da sonst das Endergebnis leidet. Bei jedem Kind entstand eine andere Form - kreisrund, rechteckig, quadratisch und in der Form eines Wappens.

Nun bekamen die Kinder ein vierkantiges Holzstück, mit dessen Kanten sie die Oberfläche der Tonfläche glätteten. Die mit dem Messerrücken vom Holz abgeschabten Tonreste wurden anschließend dazu verwendet, allfällige Mulden und Unebenheiten auszugleichen.

Im nächsten Schritt schnitten die Schüler/innen rundherum einen dünnen Rand ab, um später schön glatte Kanten zu erhalten.

Im nächsten Schritt bekamen die Kinder Stücke des schwarzen und des roten Tons ausgehändigt, mit denen sie Muster gestalteten konnten. Hierzu mussten möglichst dünne „Würstchen“ geformt werden, damit das Muster beim Brennen nicht auseinanderlaufen würde.

Die Muster wurden aufgelegt und vorsichtig mit dem zuvor gesäuberten Holzstück eingeklopft. Auch hier bewiesen die Kinder große Kreativität und Einfallsreichtum. Die Werke konnten nun mitsamt dem feuchten Stoffstück in die bereits vorbereiteten Kartons gehoben werden, wobei die Ränder mittels zusammengerollten Zeitungsseiten unterlegt wurden, um schüsselartige Formen zu erhalten.

Da noch ein wenig Zeit blieb, durften die Kinder noch ein weiteres kleines Objekt fertigen. So entstanden noch eine kleine Vase sowie eine weitere, etwas kleinere Schüssel mit interessantem „Klopfmuster“. Die Kinder halfen zum Abschluss noch fleißig dabei mit, ihre Arbeitsplätze und die verwendeten Geräte zu säubern und die Materialien zu verstauen.

Zuletzt gab uns Frau Nepo - Stieldorf noch Anweisungen für das weitere Vorgehen mit den Kunstwerken: Am nächsten Tag sollten die Stoffstücke vorsichtig abgezogen und die Schüsseln umgedreht werden. Nach etwa einer weiteren Woche Trocknungszeit durften die Tonwerke dann in den Brennofen – unsere Ergotherapeutin war so nett, dies für uns zu übernehmen.
So konnten die Kinder die bereits fertigen Werke rechtzeitig zu den Osterferien mit nachhause nehmen, zwei der Kunstwerke werden nach den Feiertagen noch glasiert und erneut gebrannt werden.

Resümee:

Unser diesjähriges Projekt  über das TKS war wieder ein absoluter Glücksgriff und stellte noch dazu etwas ganz Besonderes dar, da wir ein Geburtstagskind in unserer Mitte hatten.
Besonders in der Klinik bereichern die vom Tiroler Kulturservice angebotenen Projekte den Schulalltag und lassen die Kinder wenigstens für eine Weile ihren Klinikaufenthalt vergessen. „Ereignisse“ dieser Art wirken in den Kindern lange nach, und wir freuen uns sehr darauf, diese Angebote auch weiterhin wahrnehmen zu können.

Ralser Simone, Walser Irene

 

Bilder von unserem Projekt

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